Vollkorn

Die Vollkorn ist eine weitere, nach Anzahl ihrer Glyphen (Normale: 535), Kerning-Paare (Normale: 36.812) und Schnitte gut ausgebaute Antiqua. Minuskelziffern, Kapitälchen und Unterstützung für osteuropäische Sprachen sowie das kyrillische Alphabet sind vollständig enthalten. Das Besondere an ihr ist (und der einzige Grund, warum man nicht stattdessen die Libertine einsetzen sollte), dass sie sehr kräftig gezeichnet ist (daher der Name) und sich aus diesem Grund sogar für die Bildschirmdarstellung, z.B. auf Präsentationsfolien eignet. Ein Strichstärkenkontrast innerhalb der Buchstaben ist im Grunde nicht vorhanden. Ich selbst verwendet sie hin und wieder für Manuskripte, die ich *nicht* mit TeX verfasse, da die Buchstaben am Bildschirm dick genug erscheinen, um immer noch hervorragend lesbar zu sein. Bei der Libertine (auch der Times und vielen anderen für den Druck optimierten Antiqua-Schriftarten) sind die Serifen gelegentlich zu dünn bzw. spitz, sodass sie am PC-Bildschirm eine ungenügende Lesbarkeit mit sich bringt. (Für den Druck ist die Libertine meiner Ansicht nach noch immer 1. Wahl!) Besonders attraktiv finde ich die Pfeile.

Im Druck erscheint der Text insgesamt etwas unruhig, vielleicht ist die Vollkorn besser bei der reinen Bildschirmwiedergabe aufgehoben. Bewährt hat sich eine Schriftgröße von 11 pt bei 1-fachen Zeilenabstand. Statt des wirklich auffälligen Fett-Schnitts sollte man lieber auf den halbfetten Schnitt zurückgreifen.

Die Vollkorn-Schriftart ist hier kostenlos zu beziehen.