Gedichte (2019)

Webe langsam

Im vagen Leben webe langsam,

schlichte Unbehagen immerdar.

Bekenne, was Dir Träume hießen,

was für Dich von Wesen war.

 

Lerne Pflicht von Ehrgefühl

in Gefahr und Not zu scheiden.

Nutze Weitsicht als ein Werkzeug,

die Politik der Welt zu meiden.

 

Führe Unwissende in ein Reich,

das auch Dir gefallen mag.

Lehre streng Gelehrsamkeit.

Sey ein Vorbild jeden Tag.

 

So will verstehen,

der bereit sich nennt:

Wer in Frieden mag gedeihen,

Bescheidenheit bekennt.