Anleitung zum Ändern einer Textur oder Pinselspitze

In dieser Anleitung wird beschrieben, wie man die hier zum Download bereitgestellten Symbole und Texturen an eigene Bedürfnisse anpassen kann. Obwohl die Anleitung beispielhaft für Texturen beschrieben ist, kann sie genauso für Pinselspitzen angewendet werden.

Prinzipiell wurden alle Texturen/Symbole des Texturen-/Symbol-Pakets aus den SVG-Vorlagen erzeugt. Alle Anpassungen hinsichtlich Auflösung, Ausdehnung, Farbe, Strichstärke müssen wie beschrieben vorgenommen werden.

Die vorliegenden Textur-Größen varriieren von 40 mal 40 px bis 120 mal 120 px. Sie haben eine Ausdehnung, die ich auf einem A4-Blatt bei 300 dpi für angemessen empfinde. Die Strichstärke basiert auf Vektorlinien, die mit 2,0 px nachgezeichnet wurden.

Zunächst wird die SVG-Datei der Textur in GIMP geöffnet; das funktioniert wie gewohnt mittels "Datei|Öffnen". Da es sich bei SVG um eine Vektorgrafik handelt, die in einem Rastergrafik-Programm verarbeitet werden soll, erscheint ein Import-Dialog ("Skalierbare Vektorgrafik rendern") (Abbildung GIMP_Workshop_Texturen01).

GIMP_Workshop_Texturen01
GIMP_Workshop_Texturen01

Hier lässt sich bereits die Ausdehnung festlegen, d. h. wem die Vorgabe von 40 mal 40 px zu klein und die von 120 mal 120 px zu groß ist, kann sie hier nach seinen Vorlieben einstellen (Abbildung GIMP_Workshop_Texturen01, grüner Pfeil). Bei Änderung eines Wertes (Breite oder Höhe), wird das Seitenverhältnis automatisch beibehalten. Als Auflösung sind 300 dpi empfehlenswert, falls die Textur später gedruckt werden soll. Wichtig ist, dass die Option "Pfade importieren" (Abbildung GIMP_Workshop_Texturen01, roter Pfeil) aktiviert wird! Dann OK drücken zum importieren.

Nach dem Öffnen kann man im andockbaren Dialog "Pfade" (einblenden über Menü: Fenster|Andockbare Dialoge|Pfade) die einzelnen Pfade erkennen, aus denen die Textur besteht (Abbildung GIMP_Workshop_Texturen02, rechts oben). Normalerweise ist ihre Sichtbarkeit ausgeblendet (Augen-Symbol).

GIMP_Workshop_Texturen02
GIMP_Workshop_Texturen02

Im Folgenden sollen alle Teilpfade in einen einzigen Pfad vereinigt werden, sodass die Nachzeichnung des Pfads erleichtert wird (nur einmal nachzeichnen anstelle der Nachzeichnung von X Pfaden). Natürlich hätte man beim Import des SVG-Datei auch die Option "Importierte Pfade zusammenfügen" anwählen können. Doch wenn man die Pfade noch etwas verändern möchte, sind die ursprünglichen Daten leichter zu verarbeiten.

Zum Vereinigen der Teilpfade muss man zunächst alle sichtbar schalten (Augen-Symbol links neben den Pfaden). Dann öffnet man per Rechtsklick das Kontextmenü eines beliebigen Pfads und wählt den Eintrag "Sichtbare Pfade vereinigen" (Abbildung GIMP_Workshop_Texturen03). Alle Pfade werden nun in einen einzigen zusammengeführt. Das Ergebnis sieht man in Abbildung GIMP_Workshop_Texturen04.

GIMP_Workshop_Texturen03
GIMP_Workshop_Texturen03
GIMP_Workshop_Texturen04
GIMP_Workshop_Texturen04

Bevor die Pfade nachgezeichnet werden, wird zunächst jegliche (Pixel-)Information aus dem Bild gelöscht. Dazu verwende man den Radierer, oder man löscht die Ebene und legt eine neue an, oder ...

Nun sollte das Dokument nur noch einen transparenten Hintergrund haben, sowie die Pfade (bzw. den Pfad).

Öffnet man per Rechtsklick ein weiteres Mal das Kontextmenü des verbliebenen Pfads, wählt man diesmal den Eintrag "Pfad nachziehen" (Abbildung GIMP_Workshop_Texturen05, roter Pfeil). Es öffnet sich der Dialog "Pfad nachziehen" (Abbildung GIMP_Workshop_Texturen06).

GIMP_Workshop_Texturen05
GIMP_Workshop_Texturen05
GIMP_Workshop_Texturen06
GIMP_Workshop_Texturen06

Für saubere Linien sollte die Option "Strichlinie" aktiviert sein. Über die Linienbreite (Abbildung GIMP_Workshop_Texturen06, roter Pfeil) stellt man die Breite der Linie ein. Je größer die Textur am Ende wird, desto dicker sollten die Linien ausfallen; je kleiner die Textur ist, desto dünner sollten sie sein. Den richtigen Wert herauszufinden, ist anwendungsbezogen. Bei 60 mal 60 px hat sich 2,0 px Linienbreite bewährt; bei 200 mal 200 px wäre vermutlich eine Linienbreite von 3,5 px ganz brauchbar.

Der Linienstil ist nach Bedarf zu wählen, üblicherweise durchgezogen.

Über den "Nachziehen"-Button wird der Pfad nachgezeichnet. Als Farbe kommt immer die zuvor eingestellte VORDERGRUNDFARBE zum Einsatz! Abbildung GIMP_Workshop_Texturen07 zeigt das Ergebnis der in Abbildung GIMP_Workshop_Texturen06 gezeigten Einstellungen.

GIMP_Workshop_Texturen07
GIMP_Workshop_Texturen07

Ist das Ergebnis zufriedenstellend, kann es als neue Textur-Datei angespeichert werden. Bis zu diesem Punkt ist die Anleitung genauso auf Pinselspitzen anzuwenden. Diese müssen allerdings als "Pinselspitzen" und nicht "Texturen" gespeichert werden.

Bevor gespeichert wird, sollte man kontrollieren, ob das Dokument auf den Graustufen-Modus geschaltet ist (Menü: Bild|Modus|Graustufen; siehe Abbildung GIMP_Workshop_Texturen08, roter Pfeil).

GIMP_Workshop_Texturen08
GIMP_Workshop_Texturen08

Erst jetzt wird gespeichert bzw. exportiert:

Menü: Datei|Exportieren als

Soll ein Muster gespeichert werden, ist als Datei-Endung .pat auszuwählen. Soll es eine Pinselspitze sein, dann ist die Endung .gbr richtig. Fertig!

Vor Verwendung der neuen Textur oder Pinselspitze ist ggf. ein neuer Pfad in den GIMP-Einstellungen einzurichten, oder der Pinsel- bzw. Muster-Dialog zu aktualisieren.