Die Güstrower Notation

Ein Kanon zur Codierung von mikro- und makropaläontologischen Belegen mithilfe von Ideogrammen

 

von Dipl.-Geol. Gregor Barth

Version 1.09, Juni 2018

Einleitung

Die Güstrower Notation, benannt nach dem Ort des ersten Entwurfs, dient vorrangig (und dafür wurde sie konzipiert) zur wertfreien Darstellung der Zusammensetzung einer mikro- (Zelle) oder makropaläontologischen Probe. Sie lässt erst sekundär Raum für eine taxonomische Identifikation oder Angabe der Anzahl der Objekte.

 

Die ursprüngliche Notwendigkeit zur Einführung einer neuen, abgekürzten Schreibweise von Fossiliengruppen oblag der Arbeit mit Frankezellen, auf denen aus Platzgründen nur wenig Raum für Beschriftungen gegeben ist. Da bei der Aufarbeitung einer mikropaläontologischen Probe üblicherweise eine Vielzahl von Fossiliengruppen nachgewiesen werden, überträgt sich das Problem außerdem auf die Hinterlegung der Informationen in einer Datenbank; auch dort würde eine nicht abgekürzte Schreibweise von wiederkehrenden Fossilgruppen unnötig Platz verbrauchen und die Übersichtlichkeit verringern.

 

Anders als in bestehenden Abkürzungssystemen wird mit Anwendung der Güstrower Notation auch die taxonomische Zusammengehörigkeit berücksichtigt. So gibt es zwar die einfach einsetzbare Möglichkeit, die Hauptgruppen z. B. mit drei Buchstaben abzukürzen (amm = Ammoniten, for = Foraminiferen), jedoch wird deren Zusammengehörigkeit zu einer übergeordneten Hauptgruppe (meist Stamm) nicht deutlich. Außerdem werden Bestandteile derselben Formengruppe nach diesem Schema nicht als zusammengehörig gekennzeichnet: Trochiten beispielsweise könnten mit tro abgekürzt werden, stehen dann aber neben cri = Crinoidea, deren Bestandteile sie sind, und beide stehen neben ech = Echinodermata, etwa für unidentifizierbare Echinodermenreste. Dagegen kann es für eine biofazielle Analyse wichtig sein, welche Hauptgruppen dokumentiert worden sind, ohne sich mit der Zusammengehörigkeit von Abkürzungen auseinandersetzen zu müssen. Andere Beispiele sind Zähne und Schuppen von Wirbeltieren, oder Blätter und Früchte von Pflanzen.

Die Güstrower Notation bringt folgende Vorteile mit sich:

  • Wird die Güstrower Nomenklatur zur Kennzeichnung von Fossilfundstellen am (geologischen) Vertikalprofil angewendet, bietet sie den Vorzug, dass von einzelnen Forschergruppen keine Notwendigkeit besteht, sich für Fossilien neue »Symbole« (Piktogramme) auszudenken (wie ich sie etwa hier zur Verfügung stelle). (Nicht selten sind in Publikationen die neben das Profil gekritzelten Piktogramme zu klein oder undeutlich.) Die Beschränkung auf rein abstrakte Zeichen der lateinischen Schrift anstelle von Piktogrammen ermöglicht eine internationale, standardisierte und leicht übertragbare Anwendung.
  • Innerhalb einer Tabelle oder Datenbank können Eintrage mit der Güstrower Notation leicht nach Fossilgruppe sortiert werden, wobei eine Zusammengehörigkeit sofort erkannt werden kann:
    • Die Suche nach z. B. »¶pi« weist alle Fischfunde aus.
    • Eine Suche nach »¶« und »1/2« alle Zähne, gleichwohl vom Fisch oder anderen Wirbeltieren.
    • Eine Suche nach der Ziffer »0« filtert alle Einträge, bei denen ein besonders gut erhaltenes oder vollständiges Exemplar vermerkt ist.
  • Da sich die Güstrower Notation auf Zeichen des lateinischen Schriftsystems beschränkt, können diese in digitalen Texten gesucht und erkannt werden. Eine Suche nach Piktogrammen (»kleiner Kringel« für Ammoniten), wie sie beispielsweise in einer Geologischen Profildarstellung angeordnet sind, ist dagegen nicht möglich.
  • Die Güstrower Notation kann leicht an eigene Bedürfnisse angepasst (erweitert) werden. Sind bei einer morphologischen Untersuchung beispielsweise Schloss und Muskelfeld von Interesse (Schlösser und Muskelfelder sind beispielsweise bei Muscheln und manchen Crustaceen (Ostrakoden, Conchostraken) von Bedeutung), kann für beide eine Ziffer eingerichtet werden. Die unten gelistete Codierung setzt lediglich ein unvollständiges Grundschema fest, das erweitert werden soll.

Codierung

Regeln

Die sog. Güstrower Nomenklatur stellt, je nach Fossilgruppe, eine Glyphe der Abkürzung aus zwei Buchstaben voran. Eine gemeinsame, vorangestellte Glyphe drückt dabei die Zusammengehörigkeit von Nachweisen aus (siehe im Folgenden), bei den Metazoen üblicherweise auf Basis des taxonomischen Stamms.

 

Die Wahl der vorangestellten Glyphe ist nicht willkürlich:

  • Die Glyphe muss über eine Standardtastatur, möglichst ohne Aufruf der Sonderzeichentabelle, erreichbar sein. Das gewährleistet, dass sie in jeder Schriftart verfügbar ist.
  • Es darf nur eine Glyphe vorangestellt werden. Kombination wie beispielsweise (), um das Gehäuse einer Muschel zu imitieren, sind nicht zulässig.
  • Die Glyphen sollen keine Buchstaben sein. Mit geläufigen Worten würden sie »Sonderzeichen« entsprechen.
  • Die Glyphen sollen sich voneinander möglichst unterscheiden.
  • Die Form der Glyphe soll möglichst einer idealisierten Fossilform entsprechen (beispielsweise @ für Ammoniten oder die Tilde bei Ichnofossilien, siehe auch Erläuterungen unten).
  • Folgende Glyphen sind reserviert: eckige Klammern, das Komma sowie das Fragezeichen.
    • In eckigen Klammern kann der Notation eine taxonomische Bestimmung oder genauere Erläuterung nachgestellt werden, etwa: »€os [Ogmoconchella sp.]« oder »$ [Turmschnecken]«.
    • Mit einem Fragezeichen wird dagegen die Ungewissheit einer Zuordnung ausgedrückt, beispielsweise »+?« für fragliche Echinodermen-Reste.
    • Die doppelte Verwendung des Fragezeichens markiert Fossilreste, die (vorläufig) keiner Fossilgruppe zugeordnet werden können: ??
    • Das Komma dient der Abtrennung der einzelnen Signaturen: *fo, €os, %sp
  • Eine nachgestellte Ziffer (siehe Tabellen bei jeder Fossilgruppe) kennzeichnet die Gesamtheit oder Bruchstückhaftigkeit des Belegs.
    • Wird eine Angabe ohne Ziffer gemacht, meint dies, dass keine Erklärung zum Zustand abgegeben wird/werden kann (allein das Vorhandensein der Fossilgruppe wird dokumentiert = undefinierte »Reste«).
    • Mit den Ziffern 1 bis 9 können typischerweise als Einzelteile aufzufindende Fossilbestandteile gekennzeichnet werden (Schwammnadeln, Seeigel-Keulen, Insekten-Flügel, Fischzähne, Aptychen etc.).
    • Nicht vorgesehen ist die Kennzeichnung einer durch chemische oder mechanische Prozesse nachträglich zugeführten Veränderung des Materials: Steinkern oder Abdruck, Perlmuttschalenerhaltung, pyritisiert, Farbveränderungen, verdrückt etc., beispielsweise »Phragmokon-Steinkern«, »Steinkern mit Schalenerhaltung« oder »inkohlte Pflanzenreste«. Eine Ausnahme bildet die Angabe »Schill« bei schalentragenden Mollusken.
    • Es kann nur eine Ziffer nachgestellt werden, d. h. die Angabe ist auf 10 Merkmale beschränkt (0–9).

Protista *

Asterisk * entspricht der winzigen Größe von Protisten. Demnach werden mit dem Sternchen sowohl Protozoen als auch Protophyten zusammengefasst.

*fo Foraminiferen (Protozoa | Rhizopoda | Foraminiferida)
*ra Radiolarien (Protozoa | Rhizopoda | Actinopoda | Radiolaria)
*di Dinoflagellaten (Protophyta | Pyrrhophyta | Dinophyceae)
*si Silicoflagellaten (Protophyta | Chrysophyta | Chrysophyceae)
Ziffer Beschreibung Beispiel
0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars *di0
1 Bruchstück *fo1

Pteridophyten (Farnpflanzen) und Spermatophyten (Samenpflanzen)

Makropflanzen-Bestandteile §

Das Paragraf-Zeichen entspricht der gewundenen Morphologie von Makropflanzen oder deren Wurzeln.

 

Eine systematische Unterscheidung in Pflanzengruppen (Farne, Bärlappe, Samenpflanzen etc.) wird an dieser Stelle nicht getroffen. Grund dafür ist, dass die Fossildokumentation im Übertage-Aufschluss, am Bohrkern oder unter dem Mikroskop nach pflanzlichen Kompartimenten, gleich welcher taxonomischen Zugehörigkeit, am einfachsten und sichersten ist. Das bedeutet, dass selbst dem Nicht-Fachmann eine Unterscheidung in »Blatt« oder »Wurzel« möglich ist, während nur der Paläobotaniker vor Ort eine Einordnung in eine Pflanzengruppe treffen kann (selbstverständlich ist die Angabe der Pflanzengruppe, sofern erkennbar, sinnvoll). Die Einteilung folgt den Grundbestandteilen von Kormophyten:

§ Makropflanzen-Reste, allgemein
§ro Wurzeln (engl. rootlets)
§sh Spross [exkl. Blätter!] (engl. shoot), meint: Stamm, (Xylit), Stängel, Rinde/Bast, Äste und Zweige
§re Fortpflanzungsorgane (engl. reproduction) [exkl. Sporen und Pollen!], meint: Früchte (z. B. Zapfen), Knospen, Kelch, Blüte
§de Detritus (engl. detritus) = unidentifizierbare (oft kohlige) Pflanzenflitter

 

Ziffer Beschreibung Beispiel
0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars §ro0
1 Bruchstück/Teil §le1

Palynomorphe %

Palynomorphe (Pollen, Sporen, Megasporen) werden hier als Sonderfall von den Pflanzen abgeschieden, gleichwohl sie natürlich (mikropaläophytologische) Bestandteile von Gymnsopermen und Angiospermen sind und damit eigentlich die Signatur §re erhalten müssten.

 

Das Prozentzeichen entspricht der geringen Größe von Sporen und Pollen. Da Sporen und Pollen meist zusammen erfasst werden, kann je ein Kringel vom Prozentzeichen für Sporen und Pollen gesehen werden, getrennt durch einen Schrägstrich.

% Palynomorphe, allgemein
%po Pollen
%sp Sporen
Ziffer Beschreibung Beispiel
0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars %sp0
1 Bruchstück/Teil %po1

Plantae incertae sedis ¤

Das allgemeine Währungszeichen ¤ entspricht der geringen Größe von Acritarchen und anderen pflanzlichen Mikrobestandteilen.

¤ac Acritarchen
¤hy Hystrichosphaerida

Porifera #

Die Raute entspricht der Struktur von Schwämmen.

# Schwammrest, allgemein
#dm Demospongea
#ca Calcarea
#he Hexactinellida
Ziffer Beschreibung Beispiel
0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars #ca0
1 Bruchstück #dm1
2 Schwammnadeln (engl. spicule) #he2

Cnidaria =

=sc Scyphozoen (beispielsweise Conularien)
=hy Hydrozoa
=an Anthozoa (Korallen), allgemein
=ru Rugose Korallen
=ta Tabulate Korallen
Ziffer Beschreibung Beispiel
0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars =ru0
1 Bruchstück =sc1

Mollusken (Weichtiere)

Aufgrund der für den Fossilbeleg häufigen und wichtigen Gruppen innerhalb der Mollusken erhält nicht der gesamte Stamm eine einheitliche Glyphe, sondern jede Klasse (hier nur Auswahl):

Scaphopoda \

Der Backslash entspricht der mono-linearen Form der gebogenen Kahnfüßer.

\ Scaphopoden, allgemein
Ziffer Beschreibung Beispiel
0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars \0
1 Bruchstück \1

Bivalvia, Lamellibranchiata, Muscheln (

Die öffnende, runde Klammer entspricht einer Schalenhälfte. An dieser Stelle keine weitere Unterscheidung in Unterklassen, kann aber einfach erweitert werden, z. B. (au für Autobranchiata.

( Bivalvia, allgemein
Ziffer Beschreibung Beispiel
0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars (0
1 Bruckstück (der Schale), Schill, auch Prismen (z. B. »Inoceramen-Prismen«) (1
2 Brut (2

Gastropoda, Schnecken $

Das Dollar-Zeichen entspricht einem gewundenen Schneckenhaus. An dieser Stelle keine weitere Unterscheidung in Unterklassen, kann aber einfach erweitert werden, z. B. $ca für Caenogastopoda.

$ Gastropoden, allgemein
Ziffer Beschreibung Beispiel
0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars $0
1 Bruchstück (der Schale), Schill $1
2 Brut $2
3 Deckel $3

Cephalopoda, Kopffüßer @

Das @-Zeichen folgt der Ammoniten-üblichen Morphologie eines gewundenen, planspiralen Gehäuses.

@ Cephalopoda, allgemein
@am »Ammoniten« (Unterklasse Ammonoidea)
@be »Belemniten« (Unterklasse Coleoidea | Ordnung Belemnitida)
@na »Nautiliden« (Unterklasse Nautiloidea)
Ziffer Beschreibung Beispiel Anmerkung
0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars @am0  
1 Bruchstück (der Schale), Schill @na1  
2 Brut @am2  
3 Aptychen @am3 bei Ammonoideen
4 Rostrum @be4 bei Belemniten
5 Phragmokon @be5  

Arthropoda, Gliederfüßer €

Das €-Zeichen entspricht der »Vielfüßigkeit« von Gliedertieren.

€tr »Trilobiten« (Trilobitomorpha)
€ar Spinnentiere (Arachnomorpha)
€hx Insekten (Hexapoda)
€ma Höhere Krebse (Unterstamm Crustacea | Klasse Malacostraca)
€os »Ostrakoden« (Unterstamm Crustacea | Klasse Ostracoda)
€co »Conchostraken« (polyphyletisch!) (Unterstamm Crustacea | Klasse Branchiopoda)
Ziffer Beschreibung Beispiel Anmerkung
0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars €os0  
1 Bruchstück €co1  
2 Flügel, Flügeldecke (Elytre) €hx2 bei Insekten

Bryozoa &

& Bryozoa, allgemein
Ziffer Beschreibung Beispiel
0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars &0
1 Bruchstück &1

Brachiopoda }

Die geschlossene, geschweif­te Klammer entspricht der oftmals geschwungenen Oberkante eines Brachiopoden-Gehäuses.

} Brachiopoden, allgemein
Ziffer Beschreibung Beispiel
0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars }0
1 Bruchstück }1

Echinodermata, Stachelhäuter +

Das Plus soll an die häufig vertretene Pentamerie der Echinodermen erinnern.

+ Echinodermata, allgemein
+as Seesterne (Unterstamm Asterozoa | Klasse Stelleroidea | Unterklasse Asteroidea)
+op Schlangensterne (Unterstamm Asterozoa | Klasse Stelleroidea |Unterklasse Ophiuroidea)
+ec Seeigel (Unterstamm Echinozoa | Klasse Echinoidea)
+ho Seegurken (Unterstamm Echinozoa | Klasse Holothuroidea)
+cr Seelilien-artige (Unterstamm Crinozoa)
Ziffer Beschreibung Beispiel Anmerkung
 0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars +cr0  
1 Bruchstück, Einzelteile +ec1  
2 Trochiten (Stielglieder von Seelilien) +cr2 bei Seelilien
3 Stacheln oder Keulen +ec3 bei Seeigeln
4 Warzen oder Siebplatten +ec4 bei Seeigeln
5 Anker und Ankerplatten +ho5 bei Seegurken
6 Wirbel, Häkchen, Ösen, Rädchen +ho6 bei Seegurken
7 Wirbel oder Armglieder +op7 bei Schlangensternen

Wirbeltiere ¶

Das Alinea hat eine robuste Form, könnte also als Grundskelett von Wirbeltieren gesehen werden.

Wirbeltierreste, allgemein
¶pi Fische oder Fischverwandte (Pisces)
¶co Conodonten (da nur als Zähne erhalten → ¶co1/¶co2)
¶rp Reptilien (Reptilia)
¶av Vögel (Aves)
¶ma Säugetiere (Mammalia)
Ziffer Beschreibung Beispiel Anmerkung
 0 Betonung eines vollständigen oder gut erhaltenen Exemplars ¶av0  
1 Einzelzähne ¶rp1  
2 Zahnreihen, -platten, -spiralen ¶pi2  
3 Knorpel/Knochen (Kieferleiste, Kopfschild, Humerus, Wirbel etc.) ¶rp3  
4 Schuppen ¶pi4  
5 Flossenstacheln ¶pi5 nur bei Fischen
6 Otolithen, auch Statolithen ¶pi6  

Ichnofossilien, Spurenfossilien ~

Die Tilde ähnelt einer wurmartigen Spur. Die Angabe ist unabhängig davon, welcher Organismus die Spur erzeugt hat (Wurmspur oder Krebs).

~ Ichnofossilien, allgemein
~cu Cubichnia (Laufspuren)
~do Domichnia (Grabspuren)
~fo Fodinichnia (Fraßspuren)
~pa Pascichnia (Weidespuren)
~re Repichnia (Bewegungsspuren)
~ko Koprolithen

Sortierung der Einträge

Die Angabe mehrerer Fossilgruppen sollte, um vergleichbar zu sein, in einer Reihenfolge sortiert werden, die dem aufsteigenden Komplexitätsgrad des Organismus entspricht. Natürlich soll damit kein Organismus als höherwertig als ein anderer gewertet werden.

 

Eine mögliche Reihenfolge wäre:

Protisten – Pflanzen – Porifera – Cnidaria – Mollusca – Arthropoda – Brachiopoda – Echinodermata – Branchiotremata – Chordata – Ichnofossilien

 

Beispielsweise:

*fo1, \, $, €os0, +ec3, ¶pi4

Einschränkungen und todo

  • Es ist nicht vorgesehen, die Anzahl der Befunde zu vermerken. Das betrifft weder eine natürliche Zahl noch eine subjektive Angabe wie »reichlich« oder »arme Fauna«.
  • Es ist nicht vorgesehen, die Befunde nach ihrer Größe (»kleines Exemplar von …«) zu bezeichnen.
  • Für Scolecodonten ist nach diesem System noch keine befriedigende Einordnung erfolgt. Als Kiefer von anneliden Würmern sollte eine neue Signatur »Vermes« eingerichtet werden, von der ausgehend eine Kennziffer auf die Zähne hinweist, die mit Scolecodonten gleichzusetzen wäre.
  • Für Graptolithen wurde noch keine Signatur ausgewählt.