Geologische Texturen und Symbole zum Download

Unter dem nachfolgenden Download-Link stelle ich ein Zip-Archiv zur Verfügung, das 70 geologische Texturen, über 70 geologische Symbole, 30 Fossilien-Symbole sowie Karten mit Fossilien- und sedimentologischen Symbolen enthält. Alle Symbole und Texturen liegen im offenen .svg-Vektor-Format vor und sollten – bei Bedarf – mit dem freien SVG-Editor Inkscape modifiziert werden.

Die Benennung der Texturen und Symbole ist natürlich nur ein Vorschlag und kann beliebig für eigene Zwecke verwendet werden.

Geologische Texturen und Symbole zum Download
Dieses ZIP-Archiv enthält Dutzende geologische Texturen und Symbole für die Verwendung in QGIS, Inkscape (oder einem anderen Editor für Vektorgrafiken wie Corel oder Illustrator).
Geologische_Symbole_Texturen_v1.4.zip
Komprimiertes Archiv im ZIP Format 1.6 MB

Symbole nach Unicode-Vorbild

(Fossilien-)Symbole und sonstige für den Geologen nützliche Glyphen müssen nicht immer gleich selbst gezeichnet werden – wer Unicode kennt, wird wissen, dass in den entsprechenden Abschnitten Dutzende Zeichen reserviert sind, die z. B. Fossilien-Symbolen ähneln: Angefangen von geometrischen Formen, mathematischen Operatoren bis zu exotischen Formatierungszeichen …: Unicode bietet eigentlich alles an!

in der nebenstehenden Tabelle habe ich für die gebräuchlichsten Formen eine Entsprechung nach Unicode ausgewählt. Diese Kriterien habe ich angewendet:

  • die Symbole müssen möglichst unterschiedlich sein
  • die Symbole sind möglichst einem bekannten Schema (einer Fossilform) nachempfunden
  • Die Form soll möglichst dafür geeignet sein, sie rechts neben das geologische Profil zu zeichnen
  • das Symbol muss auch bei Schwarz-Weiß-Druck klar in seinen Kontrasten erkennbar sein

Alle Glyphen der Tabelle wurden der Schriftart "Arial Unicode" entnommen. Noch mehr Symbole (z. B. alchemistische und botanische Symbole) bietet z. B. die Schriftart "Andron Mega".

Verwendung der geologischen Texturen und Symbole in QGIS

QGIS ist ein freies GIS-Programm, mit dem Geologen und andere Naturwissenschaftler z.B. thematischen Karten anlegen können. Leider bringt QGIS von Haus aus nur wenige Texturen und geometrische Standard-Symbole mit, die für geologische Zwecke nur eingeschränkt brauchbar sind. Aus diesem Grund stelle ich mit obigen Download-Link ein Paket mit in den Geowissenschaften üblichen Texturen und Symbolen zur Verwendung in QGIS bereit. Das ZIP-Paket enthält einen Ordner "QGIS", in welchem die Symbole und Texturen enthalten sind. Damit kann man die in QGIS angelegten Polygone z.B. mit Sandstein-Punkten oder Ziegelstein-Textur (für Kalksteine) versehen bzw. Punkte mit Symbolen für Bohrungen oder Fossilfunde ausstatten.

 

Wer mit QGIS arbeitet, sollte die im Archiv enthaltenen Ordner GeologicPatterns_QGIS (Texturen) und GeologicalSymbols_QGIS (Symbole) in ein beliebiges Verzeichnis entpacken, am besten in den Projektordner des aktuellen GIS-Projekts selbst. Im nächsten Schritt werden in den QGIS-Optionen die Pfade zu neuen Texturen und Symbolen mitgeteilt.

 

Dazu im gestarteten QGIS die Optionen über Einstellungen|Optionen wechseln:

  • QGIS v2.8: Registerkarte »System«. Rechts im ersten Unterpunkt "SVG-Pfade" den Pfad zum SVG-Verzeichnis für die Texturen/Symbole hinzufügen.

Der Optionen-Dialog wird über OK wieder geschlossen. Nun können die neuen Texturen und Symbole in QGIS verwendet werden.

 

Wer neue Texturen verwenden möchte, ruft per Doppelklick auf das entsprechende Polygon-Shape in der Layer-Liste die Layer-Eigenschaften auf, und wechselt auch gleich im ersten Tab »Stil« auf den Button »Ändern«. Rechts oben im geöffneten Symboleigenschaften-Fenster kann der Symbollayertyp von einer »Einfachen Füllung« auf »SVG-Füllung« umgeschaltet werden. Nun kann am unteren Fensterrand eine entsprechende Textur ausgewählt werden, zum Beispiel die Textur GeoPat_Andesit.svg. Anpassungen für Maschenweite werden unter Texturbreite (gleich darüber im selben Fenster) vorgenommen.

 

Sind dem Anwender die Linienstärke der Texturen zu gering oder soll eine andere Farbe der Texturen zum Einsatz kommen, muss dies außerhalb von QGIS geändert werden. Die entsprechende .svg-Datei wird hierfür zum Beispiel in Inkscape geöffnet, (Gruppe ggfs. auflösen!), Linienstärken und -farben verändert und unter einem neuen Dateinamen als .svg (ebenfalls im Texturen-Ordner vom QGIS-Projekt) abgespeichert. Nach einem Neustart von QGIS wird die modifizierte Textur verwendbar sein.

 

Noch ein Tipp am Rand: Der Einsatz einer der Texturen führt zunächst zu einer rein »farblosen« Musterfüllung der Polygone, d.h. zum Beispiel nur Granit-Kreuzchen, ohne eine dazwischenliegende Farbfüllung. Wer die Textur auf einem farbigen Grund haben will, kann dies ebenfalls in den Symboleigenschaften vornehmen (demjenigen Fenster, wo von »Einfacher Füllung« auf »SVG-Füllung« umgeschaltet wurde): Hier wird am linken Fensterrand unter Symbollayer einfach mit dem großen Plus-Button eine weitere Layer-Ebene (und zwar eine Einfache Füllung!) hinzugefügt und unterhalb der Textur angeordnet (Reihenfolge der Layer mit Pfeil-Auf und Pfeil-Runter-Button festzulegen). Für diese »Einfache Füllung« wird noch eine passende Farbe ausgewählt und der ganze Dialog mit OK beendet. Nun sollte die Textur auf farbigen Grund erscheinen.

Verwendung des geologischen Symbol-Katalogs

Die Verwendung des geologischen Symbol-Katalogs (Symbole für Gas-Bohrlöcher, Bergwerke und andere topografische Kartensymbole) funktioniert in QGIS im Grunde genauso wie bei den Texturen: Es werden per Doppelklick auf das entsprechende Punkt-Layer die Layereigenschaften aufgerufen und im Tab »Stil« per Ändern-Button die Symboleigenschaften angezeigt. Auch hier wird der Symbollayertyp von »Einfache Markierung« (Standard) auf »SVG-Markierung« umgeschaltet und ein beliebiges geologisches Symbol aus der am unteren Fensterrand aufgeführten Symbolbibliothek ausgesucht. Gegebenenfalls sollte noch mit der Symbolgröße variiert werden (siehe Video über diesem Abschnitt).

 

Sollte es ein Symbol geben, das zwar benötigt, aber nicht in der von mir bereitgestellten Symbolbibliothek enthalten ist… – einfach selber machen! Als Vorlage einfach eine meiner Symbol-.svg-Dateien in Inkscape öffnen und ein neues Symbol nach eigenen Vorstellungen zeichnen. Die Datei sollte ebenfalls wieder im .svg-Format abgespeichert werden, und zwar in einem Verzeichnis, das als SVG-Pfad in den QGIS-Optionen eingetragen wurde (siehe oben). Ich würde mich auch über Hinweise freuen, welche wichtigen geologischen Symbole noch ergänzt werden sollten – die kann ich dann hier gebündelt als Download zur Verfügung stellen (Kontakt siehe Impressum).

 

Eine weitere Homepage, die Texturen und Linien für QGIS bereitstellt, ist hier zu finden. Man folge den auf dieser Seite beschriebenen Hinweisen zur Verwendung in QGIS, die sich insofern von meiner Vorgehensweise unterscheiden, als dass sie zu einer .xml-Datei zusammengefasst sind und über den sog. »Stilmanager« von QGIS importiert werden können.

Tipp für QGIS-Stile

Hat man sich beispielsweise für sein Polygon-Shape einen hübschen Style zurechtgelegt, sollte man ihn exportieren. Das klingt banaler als ich es meine: Beispielsweise besteht eine Waldfläche ja nicht nur aus einem Polygon, das z.B. mit der »Wald«-Textur (kleine Bäumchen) aus dem von mir angebotenen Download-Paket gefüllt wird – denn es wäre ja eine transparente Fläche mit Bäumchen darauf. Normalerweise gibt man dem ganzen noch eine grünliche Hintergrundfarbe oder ähnliches (Überlagerung zweier Layer-Ebenen siehe oben). Dieses mühselig konfigurierte Päckchen will man vielleicht für weitere Projekte (auf anderen Rechnern) verwenden oder auf einem externen Datenträger archivieren. Dazu nutze man die Export-Funktion in die spezielle QGIS-Stildatei mit der Endung *.qml. Wird auch alles im nachstehenden Video gezeigt.

Verwendung der Texturen in Inkscape

Die im Download-Zip neben den Textur- und Symbol-Ordnern für QGIS vorliegenden Karten Fossilien.svg und Sedimentstrukturen.svg enthalten eine Reihe nützlicher Symbole, um z.B. seine geologischen Profile auszuschmücken. Dazu einfach die gewünschte Datei in einem Vektor-Editor wie Inkscape laden und sich der Symbole bedienen (Einsatz per Copy/Paste, sind ja nur Vektorelemente). – siehe Video.

Aber auch die geologischen Texturen aus dem QGIS-Texturen-Ordner funktionieren in Inkscape, sodass man auch in Inkscape Flächen mit der entsprechenden Textur befüllen kann. Dazu (siehe Video):

  1. Texturdatei mit Inkscape öffnen, z.B. GeoPat_Tuff.svg aus dem QGIS-Texturen-Ordner.
  2. Das gewünschte Muster-Quadrat in seine gerade bearbeitete Profile-Datei kopieren (an irgendeine Stelle im Weißraum).
  3. Das Muster-Quadrat anwählen.
  4. Objekt|Muster|Objekte in Füllmuster umwandeln (Tastenkürzel Alt+I) im Menü auswählen.
  5. Nun das Objekt anwählen, das mit diesem Muster gefüllt werden soll.
  6. Nun unter Füllung und Kontur im Tab »Füllen« den Modus »Füllmuster« auswählen.
  7. In der Auswahlliste zur Verfügung stehender Muster sollte es nun ganz oben einen Eintrag geben, etwa pattern4564. Dies ist das gewünschte Muster.

Fehlerhafte Ausgabe beim Drucken/Exportieren von Inkscape-Dokumenten

Verwende ich in Inkscape-Dokumenten wie beschrieben diese Texturen, kann es zu Darstellungsfehlern kommen, wenn ich das Dokument an den Drucker leite oder als PDF exportiere. Die Ausgaben zeigen manche Texturen nur bruchstückhaft und nicht mehr flächendeckend an. Der Export zu einer Rastergrafik (.png) sieht natürlich so aus, wie er sollte. Will man nun aber keine Rastergrafik erzeugen, sondern direkt aus dem Dokument drucken, kann man Folgendes probieren:

  1. Im Druck-Dialog sollte es einen Tab »Rendern« geben. Standardeinstellung ist »Vektor«, nun sollte man auf »Bitmap« umstellen und als DPI-Zahl wenigstens 600 wählen.
  2. Der Ausdruck sollte nun vollständig deckende Texturen zeigen. Ich konnte allerdings noch nirgendwo nachlesen, ob sich das Rendern zu Bitmap nur auf die Texturen auswirkt oder alle gezeichneten Elemente. Ich hoffe, dieser ?Bug wird in einer der folgenden Versionen von Inkscape behoben werden.