Kontrastreiche Graustufen-Bilder mit der GEGL-Operation »c2g«

Hier habe ich einen hilfreichen Tipp für all jene, die Fotos von Fossilien anlegen und diese in den Graustufen-Modus konvertieren müssen – sei es wegen publikationstechnischen Vorgaben oder weil man dadurch meist Strukturen besser erkennt als auf den originalen Farbfotos.

 

Die bloße Konvertierung zu Graustufe (Entsättigung der Farbwerte) führt meist zu einem laschen Ergebnis. Die GEGL-Operation c2g (»color to grey«) aus dem freien Foto-Bearbeitungsprogramm GIMP geht da einen Schritt weiter und wirft nach einiger Rechenzeit höchst kontraststarke und hervortretende Bilder aus, die sich sehen lassen können! (Natürlich auch für all jene Hobby- und Profi-Fotografen, die leuchtende und intensive »Schwarz-Weiß«-Bilder erzeugen wollen.) Nachfolgende Anleitung wurde mit GIMP, v2.8 erstellt.

 

Und so gehts:

  1. Das betreffende Farbbild in den GIMP laden.
  2. (optional) Kopien der Ebene erstellen, nicht nur um das Originalbild für die Sicherung zu erhalten, sondern auch um per An- und Ausschalten der Ebenen sich den Vorher-Nachher-Effekt anzusehen.
  3. Unter Werkzeuge|GEGL-Operationen wählen und dort als Operation c2g auswählen.
  4. Achtung! Alle Vorgänge, die c2g betreffen, sind gewaltig rechenintensiv! Das Generieren der Vorschau beansprucht genauso viel Rechenzeit wie ohne die Vorschau! Der unter Radius voreingestellte Wert von 300 erzeugt zwar relativ schnell leuchtende und kontrastreiche Graustufen-Bilder, allerdings auch stark pixelig, wie ich finde. Hier sollte ein Wert von wenigstens 500 eingestellt werden. Mehr macht aber selten Sinn, die Bilder werden dann »feinporiger« gerendert, was aber irgendwann keinen makroskopischen Effekt mehr hat. Ebenso zu klein eingestellt ist der Wert für Samples. Er sollte von 4 auf wenigstens 10 eingestellt werden, aber nicht unbedingt höher als 20! – Der Samples-Wert bestimmt mitunter am größten, wie sehr der Computer rechnen muss; ist er zu groß, kann man ewig warten. Der Wert für Iterations kann in den meisten Fällen unberührt bleiben. Auf jeden Fall muss jeder selbst mit den Werten spielen.

Als kleine Vorschau habe ich eine Serie von Fossilien-Bildern mal »durchgerendert«, um den Effekt zu demonstrieren. Dabei wurde das mittlere Bild einfach zur Graustufe entsättigt, das mit c2g gerenderte Bild jeweils rechts wurde mit einem Radius von 600 und einer Sample-Zahl von 10 errechnet. Die volle Auflösung des Bildes kann nachfolgend angeschaut werden.

Beispielfotos, links das Original, in der Mitte zu Graustufe entsättigt, rechts das Ergebnis mit c2g.
Beispielfotos, links das Original, in der Mitte zu Graustufe entsättigt, rechts das Ergebnis mit c2g.