PDF Metainformationen einbetten

Mit PDFLaTeX ein PDF zu erstellen, ist mittlerweile kein Problem. Aber wäre es nicht schön, wenn man dem Dokument gleich die Metainfos wie »Autor«, »Titel« usw. des Dokuments mitgeben könnte? Diese Metainfos sind dann im PDF oder über den Dateiexplorer des Betriebssystems abrufbar. Für meine Zwecke ist diese Voreinstellung nützlich, da ich meine PDF-Bibliothek grundsätzlich mit recoll indizieren lasse, der die PDF-Metainformationen schön ordentlich in einer Tabellenansicht wiedergibt.

 

Für diesen Zweck wird im LaTeX-Quelltext das Paket hyperref geladen, falls das nicht schon geschehen ist. Man beachte, dass für gewöhnlich das Paket hyperref als letztes Paket in der Präambel-Paketliste geladen werden sollte! Verwendet man außerdem das Paket geometry, dann sollte man das geometry-Paket noch nach dem hyperref-Paket laden. Die eigentlichen Meta-Infos gibt man dann wie folgt ein:

\usepackage{hyperref}
\hypersetup{pdftitle={Titel der Arbeit},
pdfauthor={Mein Name},
pdfsubject={Jahr der Veröffentlichung},
pdfkeywords={verschiedene Schlagwörter}
}

Durch die Verwendung von hyperref werden außerdem alle im Text verwendeten Querverweise zu im PDF anklickbaren Hyperlinks: Das schließt Einträge im Inhaltsverzeichnis ebenso wie zitierte Quellen und verlinkte Bilder/Tabellen ein.

 

Standardmäßig erzeugt dies unästhetische grell-blaue Boxen um alle verlinkbaren Stellen im fertigen PDF. Wer das nicht sehen will, kann ein paar Optionen beim hyperref-Paket mitangeben; dann sind die Links unsichtbar, aber anklickbar:

\usepackage[
colorlinks=false,
pdfborder={0 0 0}
]{hyperref}

Im Internet findet man eine ganze Reihe weiterer Paketoptionen, mit denen sich beispielsweise noch die Farbe der einzelnen Link-Typen anpassen lässt.

 

Außerdem kann es sein, dass beim Kompilieren unerklärliche Warnhinweise erscheinen. In diesem Fall kann man versuchen, das Paket bookmark zu laden, und zwar nach dem hyperref-Paket.

Noch ein Hinweis für Nutzer von LuaTeX

Kommen in den Feldern der hyperref-Metainformationen Umlaute (ä, ö, ü, ß, vermutlich alles außerhalb von ASCII) vor, werden diese nur dann korrekt dargestellt, wenn zusätzlich die Paketoption "unicode" geladen wird. (Danke an Bernd W. für den Hinweis!)