v.1.18 vom 23.05.2026
Gelegentlich müssen Textdokumente konvertiert werden. Zum Beispiel könnte ein vorkommen, dass man ein TeX-Dokument weitergeben möchte an jemanden, der sich mit TeX nicht auskennt. Man konvertiert das Dokument dann zu einem Format wie .docx (MS Word) oder .odt (LibreOffice Writer).
Im einfachsten Fall benutzt man ein Plugin oder Programm für diese Aufgabe:
All das ist "ganz nett", denn es ist meiner Erfahrung nach "quick and dirty". In jedem Fall muss man sich das erzeugte Dokument noch einmal vornehmen und zahlreiche Nacharbeiten durchführen. Nicht selten werden automatisch Lesezeichen erzeugt, oder die Formatierung wird zu stark verschachtelt. Aus diesem Grund habe ich mir angewöhnt, die Konvertierung nach einer bestimmten Maßnahmenliste von Hand durchzuführen.
Im Quelltext (z.B. Word-Datei oder odt-Datei) ist der automatische Zeilenumbruch (Worttrennung) zu deaktivieren. Wenn notfalls der Text aus einem PDF kopiert wird, ist zu beachten, dass ggf. auch enthaltene Bindestriche am Zeilenende sowie die Seitennummern und (mehrfach) Kopfzeilen übertragen werden!
Erst jetzt wird der in ein leeres .tex-Dokument kopierte Text strukturiert und formatiert:
Der Quellcode wird in ein neues Textdokument kopiert. Im Prinzip müssen nur die Präambel und die TeX-eigene Syntax entfernt und durch eine neue Formatierung/Strukturierung ersetzt werden.
Je nach Quellcode-Vorlieben ist der Ursprungstext (TeX-Quellcode) am Zeilenende umgebrochen, d.h. alle 80 Zeichen beginnt eine neue Zeile. Das ist für den TeX-Quellcode irrelevant und sorgt für Übersicht. Wird der Quellcode aber SO in ein Textdokument kopiert, muss man auch noch all diese Umbrüche löschen. Das kann man vorher oder nachher am besten über die Suchen & Ersetzen-Funktion erledigen. Das Einblenden von Steuer- oder Absatzzeichen kann hilfreich sein.