Der Unterschied zwischen Textabsatz und Textzeile sollte klar sein. In der Abbildung sieht man, daß ein Absatz auch über mehrere Quellcode-Zeilen laufen kann:
Wer aber einen neuen Absatz schreiben will, muß mindestens eine Leerzeile dazwischen lassen. Es können aber auch zehn leere Zeilen sein. Der Quellcode ist diesbezüglich genauso flexibel wie mit Leerzeichen zwischen Wörtern. Mehr als ein Leerzeichen werden ignoriert und als ein normales Leerzeichen im kompilierten Texte gesetzt. Nie wieder doppelte Leerzeichen im Text!
Ein Absatz wird üblicherweise mit einer Einrückung gesetzt. Das ist gut und begünstigt den Lesefluß. Der erste Absatz unter einer Überschrift (siehe Lektion Gliederung) wird normalerweise ohne Einrückung gesetzt. Die ist hier unnötig. Um eine Einrückung einzustellen, ruft man die Funktion par (= Absatz, von
"paragraph") auf und ergänzt die Anweisung aus Zeile 18 bis 20:
Die in der Abbildung gezeigte Funktion lorem erzeugt Dummy-Text mit einer Länge von 50 Wörtern.
In der Funktion par können weiterhin die Anweisungen für die grundsätzliche Textausrichtung, den Zeilen- und Absatz-Abstand eingerichtet werden:
justify steht für den Blocksatz (Standard: ausgeschaltet),
leading für den Zeilenabstand,
spacing für den Absatzabstand.
Es wird für den Zeilen- und Absatzabstand ein numerischer Wert erwartet. Gezeigt werden die Standard-Werte.
Das Ergebnis ist noch unbefriedigend: Es werden sowohl die ersten Zeilen der Absätze eingerückt, wie es auch einen Abstand zwischen den Absätzen gibt. Beides ist unsinnig, man sollte sich auf
eines einigen. Ich bevorzuge den Zeileneinzug. Folglich muss der Absatz-Abstand (spacing) verringert werden, und zwar auf den Wert 0.65em (das entspricht dem
Zeilenabstand):
Der Text erscheint jetzt als Blocksatz. Die erste Zeile der Absätze ist jetzt eingerückt, mit Ausnahme des ersten Absatzes im Abschnitt.